Schwer verletzte, kranke und tote Schweine in verdreckten Ställen

Ein Videoausschnitt, der ein Ferkel zeigt, dessen Vorderbein im Spaltenboden eingeklemmt ist. Daneben steht: Warum hilft mir niemand?

Hallo Gerhard Künl,

ein neugeborenes Ferkel versucht verzweifelt, sein eingeklemmtes Bein aus dem Spaltenboden zu ziehen. Seine Mutter ist weniger als einen Meter entfernt, doch sie kann ihrem Sohn nicht helfen, denn sie ist selbst in einem Metallkäfig gefangen, der kaum größer als ihr Körper ist – im Fachjargon zynischerweise Ferkelschutzkorb genannt. Sie kann nur hilflos zusehen, wie ihr Sohn vor ihren Augen immer schwächer wird und schließlich nach stundenlanger Qual stirbt. In seinem kurzen Leben konnte er nie die Liebe seiner Mutter erfahren, niemals Sonnenlicht auf seiner Haut spüren und niemals frische Luft atmen.

Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende, der alltäglichen Gewalt der Agrarindustrie entgegenzuwirken.

Eine Abfolge von Bildern aus Zucht- und Mastbetrieben, die verdreckte Ställe und verletzte und tote Schweine zeigen.
MEIN BEITRAG GEGEN DAS LEID
 

Videoaufnahmen, die der Tierrechtsorganisation Essere Animali zugespielt wurden, zeigen grauenhafte Zustände wie diese in elf Schweinezucht- und -mastbetrieben. Auf den Bildern sind tote und sterbende Tiere zu sehen, Schweine mit abgebissenen Schwänzen und Ohren, riesigen Geschwüren, eitrigen offenen Wunden und Nabelbrüchen. Der Boden ist mit Kot verdreckt, die Nahrung der Schweine ist teils voller Maden und Kakerlaken. Essere Animali zufolge beliefern diese Betriebe den Schlachthof eines italienischen „Feinkost“-Wurstherstellers, dessen Produkte auch nach Deutschland verkauft werden.

Das Bild zeigt den abgetrennten Kopf eines Ferkels auf Spaltenboden. Im Hintergrund liegt ein weiteres Ferkel auf dem Boden, daneben steht ein noch lebendes Ferkel.
FÜR SCHWEINE UND ANDERE TIERE
 

PETA Deutschland hat deutsche Supermärkte mit den Aufnahmen konfrontiert. REWE hat bereits reagiert und angekündigt, die Produkte des Herstellers nicht länger zu verkaufen. Doch derartige Tierquälerei ist in der Fleischindustrie auch in Deutschland Alltag. Alleine 2023 wurden in Deutschland über 44 Millionen Schweine für ihr Fleisch getötet. Die meisten von ihnen litten jeden Tag ihres Lebens: Platzmangel, Stress, schmerzende Gelenke und Wunden, Krankheiten und Langeweile prägten ihr Dasein.

Helfen Sie uns mit Ihrem heutigen Beitrag, das Leben der Tiere in der Ernährungsindustrie dauerhaft zum Besseren zu wenden?

Eine Grafik, die zeigt, wie viel Platz und welche Beschäftigungsmöglichkeiten Schweine in den verschiedenen Haltungsstufen haben.

Die Haltungs-Label sollen vor allem das Gewissen der Verbraucher:innen beruhigen. Bedürfnisgerechte Haltung gibt es in der kommerziellen Tierhaltung nicht.

JETZT HELFEN
 

Wir von PETA setzen uns für ein Ende der kommerziellen Schweinehaltung in Deutschland und weltweit ein. Besonders wichtig dabei ist auch die Aufklärung der Öffentlichkeit, denn jeder Einkaufszettel ist ein Stimmzettel – mit jedem Einkauf entscheiden Verbraucher:innen über Leben und Tod von Tieren. Danke für jede Entscheidung, die Sie zugunsten der Tiere treffen. Mit Ihrer Hilfe werden wir unser Bestes geben, damit möglichst viele Tiere ein Leben in Frieden und Sicherheit genießen können.

Mit freundlichen Grüßen


Lisa Kainz
Agrarwissenschaftlerin (M. Sc.)
Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie
PETA Deutschland e.V.

 

PS: Menschen, die weibliche Schweine künstlich schwängern und ihren Nachwuchs an Mastbetriebe verkaufen, werden im Fachjargon als „Ferkelerzeuger“ bezeichnet. Der Begriff zeigt eindrücklich, dass tierische Mütter für diese Leute nur Produktionsmaschinen und Ferkel nur Ware sind. Doch die Wahrheit ist: Ferkel werden nicht „erzeugt“, sie werden von empfindungsfähigen Lebewesen zur Welt gebracht und geliebt. Bitte stehen Sie diesen sensiblen, neugierigen und liebevollen Tieren mit einer besonderen Spende bei.