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Stopp der Begünstigung von Zirkusbetrieben durch den Staat.

Fordern Sie eine Gesetzesänderung des Umsatzsteuergesetzes und die ersatzlose Streichung von finanziellen Vorteilen für Zirkusbetriebe. Tierquälerei darf nicht länger vom Staat begünstigt werden.


Die Tierhaltung in den ca. 350 Zirkusunternehmen Deutschlands ist, vor allem was die exotischen Tiere anbelangt, nachweislich tierschutzwidrig. Doch selbst sogenannte Haustiere werden schlecht gehalten, wie eine aktuelle Dissertation an der Tierärztlichen Hochschule Hannover belegt. Die ständige Reisetätigkeit, die mangelnde fachliche Kompetenz der Zirkusverantwortlichen im Umgang mit Tieren oder ihre Uneinsichtigkeit sind hierfür verantwortlich. Der Bundesrat hat 2003 in einer Entschließung die Bundesregierung aufgefordert, eine entsprechende gesetzliche Grundlage für das Verbot von einigen Wildtierarten zu erarbeiten. In einigen europäischen Nachbarländern ist dies bereits der Fall. Bislang werden in Deutschland Zirkusunternehmen mit einem ermäßigten Steuersatz von 7% begünstigt. Dies wirkt einem Vorhaben, Wildtiere im Zirkus zu verbieten, entgegen und ist angesichts der tierschutzrechtlichen Probleme im Hinblick auf Art. 20a GG nicht länger hinnehmbar. Die steuerliche Ermäßigung der Zurschaustellung von Tieren stellt eine gesellschafts- und steuerpolitische Ungerechtigkeit dar, da diese Darbietungen i.d.R. unter tierschutzwidrigen, bei vielen Zirkusunternehmen tierquälerischen Bedingungen stattfinden. Es ist absolut kontraproduktiv, wenn Zirkusunternehmen einerseits Steuererleichterungen bekommen, andererseits der Gesetzgeber eine Begrenzung, Reglementierung und ein Verbot von Tierarten in diesem Wirtschaftszweig anstrebt.


Was Sie tun können


Bitte helfen Sie den Tieren im Zirkus, denn sie leiden tagtäglich unter den schlechten Haltungsbedingungen, die ein "rollender Zoo" mit sich bringt und Verhaltensstörungen, Krankheit und frühzeitigen Tod zur Folge haben. Appellieren Sie an die Finanzbehörde, die staatliche Unterstützung für Tierquälerei ersatzlos zu streichen.

Bundesminister Dr. Schäuble
Bundesministerium der Finanzen
10117 Berlin
Postanschrift: 11016 Berlin
Tel.: 03018 / 682 - 0
Fax: 03018 / 682 - 32 60

 

Liste der Empfänger:

Dr. Wolfgang Schäuble
 
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